Eine gute Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie im Hand­werk zu ent­wi­ckeln bedarf eini­ges an Zeit und Ener­gie. Das Ziel ist es meist Kos­ten zu redu­zie­ren, weni­ger Stress im Betrieb zu haben oder die Fle­xi­bi­li­tät zu erhö­hen. Es gibt aber auch wei­te­re Vor­tei­le, die Sie ger­ne hier lesen können.

Das gute schon vor­ab. Nur weni­ge Betrie­be haben eine kla­re Stra­te­gie in Sachen Digi­ta­li­sie­rung. Sie kön­nen sich also einen star­ken Vor­teil gegen­über dem Wett­be­werb aufbauen!

Schritt 1: Zie­le und Res­sour­cen klären

Digitalisierungsstrategie-Ziele-festlegen
Bevor man star­tet, soll­te man sich eini­ge zen­tra­le Fra­gen stellen:

  1. Wel­ches Ziel möch­te ich mit der Digi­ta­li­sie­rung mei­nes Betriebs errei­chen? Was sind unse­re lang­fris­ti­gen Zie­le des Betriebs?
  2. Wie­viel Geld bin ich ca. bereit zu inves­tie­ren? Was erwar­te ich für einen Return-on-Inves­t­­ment (ROI)?
  3. Haben wir die nöti­ge Zeit für die Imple­men­tie­rung einer Digitalisierungsstrategie?
  4. Wer kann mir dabei hel­fen, wenn mir Kom­pe­ten­zen oder Res­sour­cen fehlen?

Bevor Sie also mit der Digi­ta­li­sie­rung star­ten, soll­ten Sie Ihre Zie­le fest­le­gen. Fer­ner ist es wich­tig, Ihre Unter­neh­mens­zie­le also die Mis­si­on & Visi­on vor Augen zu füh­ren. Wenn Sie z.B. wach­sen möch­ten, dann soll­ten Sie das bei Ihrer Soft­ware­wahl gleich vor­ne­r­ein beach­ten. Defi­nie­ren Sie über­dies die Zie­le SMART:

S = Spezifisch

M = Messbar

A = Artikuliert

R = Realistisch

T = Terminiert

Wei­ters soll­te man bereit sein die nöti­ge Zeit zu inves­tie­ren. Es kann oft Mona­te dau­ern, bis eine umfas­sen­de Sof­t­­wa­re-Lösung pro­duk­tiv ein­ge­setzt wird. Mit­ar­bei­ter müs­sen sich neu zurecht­fin­den. All das kos­tet Ihnen Zeit, aber auch Geld.

Ein wei­te­rer Aspekt ist die Zusam­men­ar­beit mit exter­nen Part­nern. Möch­ten Sie ein Pro­jekt erfolg­reich umset­zen, so brau­chen Sie oft Bera­ter, Web­de­si­gner, Pro­gram­mie­rer oder ande­re Fach­kräf­te. Die­se soll­ten am bes­ten schon ein­ge­spielt sein und für einen gewis­sen Zeit­raum fix dem Pro­jekt­lei­ter unter­teilt werden.

Schritt 2: SWOT-Analyse

digitalisierungsstrategie analyse

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Die Ana­ly­se der aktu­el­len Lage ist das Fun­da­ment für Ihre Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie. Wei­ters soll­te auch die Umwelt betrach­tet wer­den. Des­to bes­ser Sie die Stär­ken, Schwä­chen (ihres Betriebs) sowie Chan­cen und Risi­ken (der Umwelt) ana­ly­sie­ren, des­to bes­ser wird Ihre Stra­te­gie sein. Falls Sie noch kei­nen Bera­ter hin­zu­ge­zo­gen haben, kön­nen Sie wie folgt vorgehen:

  1. Ana­ly­se der digi­ta­len Lage des Betriebs. Die­ses WKO-Tool kann ihnen dabei helfen.
  2. Ana­ly­se der sons­ti­gen Stär­ken & Schwä­chen Ihres Betriebs.
  3. Eine Lis­te erstel­len von digi­ta­len Tech­no­lo­gien. Eini­ge Bei­spie­le sehen Sie hier.
  4. Aus­wahl von 4–5 Tech­no­lo­gien, wel­che Chan­cen und Risi­ken ber­gen. Die­se soll­ten beson­ders rele­vant für den Betrieb sein.
  5. Erstel­len einer SWOT-Matrix.

Der ers­te Schritt, die Ana­ly­se Ihres Betrie­bes ist immens wich­tig. Sei­en Sie sich der Stär­ken und Schwä­chen Ihres Betriebs bewusst. Denn so kön­nen Sie eine kla­re Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie im Hand­werk ent­wi­ckeln, die auch zu Ihnen passt.

Digi­ta­le Tech­no­lo­gien, wie Social-Media, Soft­ware, Smart­pho­nes, 3D-Druck etc. sind die Grund­la­ge für die Digi­ta­li­sie­rung. Fin­den Sie die rich­ti­ge Tech­no­lo­gie für Ihren Betrieb. Beur­tei­len Sie fer­ner die Chan­cen und Risi­ken, so kann z.B. Social Media für Sie eine Chan­ce sein.

Die SWOT-Matrix dient am Ende, alle Infor­ma­tio­nen zu bün­deln. SWOT steht dabei für Stär­ken, Schwä­chen, Chan­cen und Risiken.

Schritt 3: Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie ent­wi­ckeln & umsetzen

digitalisierungsstrategie

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Die Ent­wick­lung von Stra­te­gien geschieht meist im Rah­men von Work­shops. Den­noch wer­den wir Ihnen eine klei­ne Anlei­tung geben. Im vori­gen Schritt haben Sie Infor­ma­tio­nen gesam­melt. Sie ken­nen nun die aktu­el­le Lage Ihres Betriebs. Fer­ner wer­den Sie auch die wich­tigs­ten Trends und Ent­wick­lun­gen ken­nen. Sie soll­ten sich nun 3 Fra­gen stellen:

1. Wel­che Hand­lungs­op­tio­nen ste­hen mir nun aktu­ell offen?
2. Wel­che stra­te­gi­schen Optio­nen bie­ten sich mir auf Basis mei­ner aktu­el­len Lage an?
3. Wie set­ze ich mei­ne Stär­ken rich­tig ein?

Das Ziel ist es also aus den gene­rier­ten Infor­ma­tio­nen stra­te­gi­sche Optio­nen zu defi­nie­ren. Ein inter­es­san­tes Werk­zeug für die Gene­rie­rung von Optio­nen wären z.B. SWOT-Nor­m­stra­­te­­gien. Sie ver­bin­den hier­zu jeweils Stär­ken, Schwä­chen, Chan­cen und Risi­ken sinn­voll miteinander.

Wenn Sie Optio­nen ent­wi­ckelt haben, müs­sen Sie die­se nun bewer­ten. Haben Sie eine pas­sen­de Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie aus­ge­wählt, so legen Sie kla­re, mess­ba­re Zie­le fest. Über­le­gen Sie, was Sie benö­ti­gen um den gewünsch­ten SOLL-Zustand zu erreichen.

Nun folgt die Imple­men­tie­rung, denn sonst war die gan­ze Arbeit umsonst. Star­ten Sie im klei­nen, so sehen Sie bereits ers­te Erfol­ge. Das moti­viert Ihre Beleg­schaft dran zu blei­ben. Chan­­ge-Mana­ge­­ment-Wis­­sen kann Ihnen beson­ders hel­fen, damit Sie alles rich­tig machen.

Haben Sie noch Fra­gen oder benö­ti­gen Sie Unter­stüt­zung? Wir hel­fen ger­ne, neh­men Sie Kon­takt mit uns auf oder ver­ein­ba­ren Sie ein kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch!

Publis­hed On: Febru­ar 19th, 2021 / Cate­go­ries: Digi­ta­li­sie­rung /